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Geschichten und Gedichte von den Kräutern
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Die Schafgarbe
Gott lag bäuchlings auf einer Wolke und starrte auf die Erde. Diese Menschen! Diese Menschen, schimpfte er. Ich hatte mir alles so schön und friedlich ausgedacht. Und was ist jetzt – Beschwerden, nichts als Beschwerden. Anstatt zu schöpfen, wie es sich für Gott gehören würde, muss ich mich mit dem Kleinkram herumschlagen. Es ist ein Kreuz mit den Menschen!
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Gott setzte sich auf und rief nach Herbario, dem Kräuterengel.
Herbario, sagte er, ich hab schon wieder eine Antragsliste für neue Kräuter bekommen. Wir müssen uns wohl was einfallen lassen. Herbario nickte – er war die Hektik je gewöhnt, er war einer der meistbeschäftigten Engel im Himmel.
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Nun höre dir das mal an! Wetterte Gott und schlug auf die Wolke, dass ihr ein Donner entfuhr. Bitte ein Wundermittel gegen Bauchweh und Blähungen! Wundermittel wollen sie alle haben – fressen wie die Verrückten, und dann verlangen sie von uns ein Zauberkraut! Also, Herbario, mix ihnen halt in meinem Namen ein edles Kraut – elende Menschen, elende! Und Herbario notierte. ....weiter lesen? (hier klicken)
Quelle: Kräutermärchen - Folke Tegetthoff
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Komm mit, verlasse Haus und Raum, geselle dich zu mir, will zeigen dir manch Blum und Baum, die Heilung bringen dir!
Lass’ wandern uns durch Wies und Wald, durch Anger, Heid und Flur, erkennen sollst du froh und bald die Heilkraft der Natur!
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Lass’ wirken diese göttliche Kraft in dir, sie stärkt und heilt, manch Pflänzchen hat es schon geschafft, dass Krankheit bald enteilt!
Komm mit hinaus, pflück Blum und Blatt, grab manches Würzelein, bist nicht mehr lange müd’ und matt, wirst froh und dankbar sein!
Anna Willfort 
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Frühling Als dann der Frühling im Garten stand, das Herz ein seltsam’ Sehnen erfand, und die Blumen und Kräuter und jeder Baum - wachten auf aus dem Wintertraum.
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Schneeglöckchen und Veilchen über Nacht, der warme Regen ans Licht gebracht. Aus Blüten und dunkler Erde ein Duft, durchzog wie ein sanftes Rufen die Luft.
Quelle: unbekannt

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